Warum es Steplet gibt
Die meisten Kindersicherungen funktionieren wie eine Mauer: Regeln und Sperren bis zur Volljährigkeit. Dann, von einem Tag auf den anderen, fällt alles weg. Kein Gespräch vorher, kein Übergang, keine Rücksprache. Das Kind steht plötzlich ungefiltert vor der digitalen Welt, ohne dass es je schrittweise darauf vorbereitet wurde.
Die Idee zu Steplet ist nicht am Reissbrett entstanden, sondern am Küchentisch. Ich bin selbst Vater, und als das Thema eigenes Handy bei uns zuhause plötzlich sehr konkret wurde, habe ich mir angeschaut, was der Markt hergibt. Vieles davon war entweder plumpe Überwachung oder so kompliziert, dass es niemand im Alltag durchhält. Etwas, das Eltern wirklich begleitet statt nur zu sperren, fand ich nicht. Also habe ich es selbst gebaut.
Fachlich stütze ich mich dabei nicht nur auf die eigene Erfahrung als Vater: Ich bin ausgebildeter Kinderbetreuer und habe rund ein Jahrzehnt in diesem Beruf gearbeitet, bevor Steplet entstand. Was in den Lernpfaden steht, stammt entsprechend nicht nur aus Recherche, sondern auch aus der täglichen Praxis mit Kindern und Eltern.
Konkret heisst das: Fachwissen zu digitalen Themen soll schnell und einfach zugänglich sein, nicht in einem 40-Minuten-Ratgeberartikel vergraben. Und die Selbstständigkeit von Kindern (und manchmal auch von uns Eltern) soll gefördert werden, nicht durch Dauer-Kontrolle verhindert.
Der Name steht für genau das: step + let, Schritt für Schritt loslassen. Steplet schlägt passende Begleitung anhand des Alters vor, weist auf anstehende Phasenwechsel hin und macht Verantwortung zum Teil des Alltags, nicht nur Verbote: mit Lernpfaden für Eltern, einer Hilfe-Funktion fürs Kind und einem SOS-Knopf für den Notfall.
Was im Hintergrund passiert, ist uns dabei genauso wichtig. Steplet zeigt keine Werbung, verkauft keine Daten und speichert nur, was für den Betrieb nötig ist. Nachvollziehbar im Datenschutzbereich und in der App selbst.
Aktuell läuft eine geschlossene Alpha-Testphase mit einem kleinen, bekannten Kreis von Testfamilien. Ihr Feedback fliesst laufend in die Entwicklung ein, bevor eine breitere Veröffentlichung folgt.
— Cyrill, Vater und Gründer von Steplet
Schützen
Zeiten, Webfilter und Schutzstufen für die Phase, in der es noch nötig ist.
Begleiten
Fachwissen, Lernpfade und Hilfe-Funktion statt reiner Kontrolle.
Loslassen
Mehr Freiheit und Eigenverantwortung, sobald das Kind bereit dafür ist.